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Mi.

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Do.

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Fr.

Die sizilianische Mafia

Sizilien und Mafia werden leider nach wie vor in einem Atemzug genannt. Im Wikipedia-Artikel Organized crime wird die sizilianische Mafia (Cosa Nostra) sogar als Namensgeber für den Begriff "Mafia" überhaupt beschrieben.

Es ist leider wahr - die sizilianische Mafia unterwandert nach wie vor Teile der Wirtschaft und Politik. Sie hat aber keinerlei Interesse daran, sich an Touristen zu vergreifen. Im Gegenteil. Sie verdient an ihnen. Wenn Sie auf Sizilien sind, werden Sie also nicht auf Szenen aus Der Pate treffen. Die meisten Paten sitzen ohnehin mittlerweile im Gefängnis.

Aber Der Pate und andere Mafia-Filme zeigen nur den schauerlich-unterhaltsamen Aspekt der Mafia. Der andere ist für Romane und Filme zu langweilig aber letztlich viel schlimmer: die Sizilien nach wie vor lähmende Kultur der Mafia. Aber auch dagegen entwickelt sich seit einigen Jahren ein sehr erfolgreicher Widerstand. Hier sind einige Beispiele dafür:

  Sizilien - Denkmal des Attentats auf den Mafia-Jäger Giovanni Falcone

Sizilien - Denkmal des Attentats auf den Mafia-Jäger Giovanni Falcone

Antimafia-Reise nach Sizilien

Die Sprachschule Solemar Sicilia bietet speziell für VHS-Kurse, Schulklassen, Uni-Seminare und andere Gruppen ein einwöchiges Programm zum Thema Mafia an.

Dabei bietet diese Antimafiareise nach Sizilien keine trockene Theorie, sondern führt zu Menschen und Orten die für den Kampf gegen die Cosa Nostra stehen.

Der Flughafen Palermo als Symbol gegen die Mafia

Der Flughafen bei Palermo wurde nach den von der Mafia 1992 getöteten Richtern Giovanni Falcone und Paolo Borsellino benannt. Ein Bronzeschild mit der Inschrift "Giovanni Falcone – Paolo Borsellino – Die anderen – Der Stolz des neuen Sizilien" erinnert dort an die beiden Mafia-Jäger. Falcone wurde auf der Autobahn vom Flughafen nach Palermo beim Ort Capaci mit seinem Auto in die Luft gesprengt. Bei dem Attentat starben auch seine Frau und drei Leibwächter. Eine rote Granitsäule mit den Namen der Toten steht heute als Mahnmal an der Autobahn.

Addiopizzo - Gegen die Schutzgeld-Erpressung der Mafia

Addiopizzo heißt übersetzt in etwa "Leb wohl, Schutzgeld". Diese Initiative hat es sich unter dem Motto "Ein ganzes Volk, das Schutzgeld zahlt, ist ein Volk ohne Würde" ("Un intero popolo che paga il pizzo è un popolo senza dignità") zur Aufgabe gemacht, Geschäfte und Restaurants zu gewinnen, kein Schutzgeld (mehr) zu zahlen und dieses auch öffentlich zu bekunden.

  Ein ganzes Volk, das Schutzgeld zahlt, ist ein Volk ohne Würde.

Desweiteren wird zum kritischen Konsum aufgerufen, d.h. Verbraucher sollten nur in solchen Geschäften kaufen, die kein Schutzgeld an die Cosa Nostra zahlen. Auf der Seite Addiopizzo - Gemeinsam gegen Schutzgeld-Erpressung finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema.

Antica Focacceria San Francesco - Aufstand der Unternehmer gegen die Mafia

Der Besitzer des Traditionslokals für die sizilianische Küche - Antica Focacceria San Francesco - in der Via Paternostro, 58 in Palermo hat jahrelang Schutzgeld gezahlt. Als die Forderungen jedoch immer höher wurden, hat er die Mafia-Erpresser angezeigt. Seitdem steht er unter Polizeischutz und das Lokal wird von Carabinieri bewacht. Großen Schutz bieten auch die vielen Gäste, die ihre Solidarität durch den Besuch des Restaurants ausdrücken.

Libera Terra – von der Mafia befreites Land

Unter dem Namen Libera Terra werden Produkte vermarktet, die von Kooperativen auf Ländereien angebaut werden, die früher der Mafia gehörten und vom Staat konfisziert wurden. Sie können diese Produkte z.B. bei "Emporio pizzo-free" in der Via Vittorio Emanuele, 172 in Palermo kaufen.

Leoluca Orlando - Der erste Antimafia-Bürgermeister von Palermo

Der Kampf gegen die Mafia ist untrennbar mit dem Namen Leoluca Orlando, dem langjährigen Bürgermeister von Palermo verbunden. Das Symbol für die politische und kulturelle Erneuerung, die er mit vielen Projekten angestossen hat, ist das berühmte Teatro Massimo in Palermo. Es wurde 1987 wiedereröffnet, nachdem es über 20 Jahren als Folge der korrupten, von der Cosa Nostra dominierten Baupolitik geschlossen war.

Das Antimafia-Museum Corleone

Corleone war lange eine Hochburg der Mafia und hat einige der übelsten Mafia-Bosse hervorgebracht. Seit einigen Jahren existiert dort ein sehenswertes Informationszentrum (Antimafia-Museum), das zahlreiche Foto-und Schriftdokumente präsentiert, die während des langen Kampfes gegen die Cosa Nostra gesammelt wurden.

 

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