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Das Wetter in Palermo: Regen. Höchsttemperatur: 15C. Windgeschwindigkeit: 10-25 km/h. Windrichtung: Nordwest. Regenrisiko 70%.

Mi.

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Das Wetter in Palermo: Regen möglich. Höchsttemperatur: 16C. Windgeschwindigkeit: 15-25 km/h. Windrichtung: West-Südwest. Regenrisiko 40%.

Do.

16°

Das Wetter in Palermo: Regen möglich. Höchsttemperatur: 16C. Windgeschwindigkeit: 20-25 km/h. Windrichtung: West-Südwest. Regenrisiko 40%.

Fr.

Die Bar - Aufputschmittel und Herzstück im italienischen Alltag

Eine "Bar" findet man in Sizilien an jeder Ecke. Es handelt sich jedoch nicht – wie der Begriff andeuten könnte- um ein "anrüchiges Lokal", sondern ist der Oberbegriff für einen sozialen Treffpunkt, wo man isst, trinkt und Neuigkeiten austauscht.

Der Tag der Italiener beginnt mit dem Besuch einer Bar. Hier wird morgens am Tresen stehend der erste caffè, so heißt in Italien der Espresso, getrunken, dazu isst man ein süsses Cornetto (Hörnchen). Im Laufe des Tages kehrt man mehrmals zurück: zum 2. Frühstück, zum Mittag mit einem panino (Sandwich), am Nachmittag zu caffè und Gebäck und am Abend zum Plaudern und Fußball gucken. In Italien wird wenig starker Alkohol getrunken, man bevorzugt Wein, Bier und leichte Alkoholika wie zum Beispiel den "Bitter", einen Aperitif, den es auch ganz ohne Alkohol gibt.

Wie verhalte ich mich in einer italienischen Bar?

Ist doch ganz einfach, werden Sie denken, ich gehe rein, sage der Bedienung was ich möchte und schon läuft die Sache. Stimmt schon, in Italien würde Sie kein "Barista" (die schnellen - meist - Männer hinter dem Tresen) ohne Espresso in den Tag entlassen, es kann für Sie jedoch einige Unklarheiten bei der richtigen Reihenfolge von Bestellung und Bezahlung geben. So ist es in fast jeder Bar üblich, daß man vor der Bestellung beim Tresenpersonal zunächst an der separat stehenden Kasse bezahlt. Dieses ist der Fall, wenn man direkt am Tresen verzehren möchte.

Man erhält einen Kassenbon, den "scontrino", mit dem man an den Tresen zurückgeht und dann die Bestellung fertig gemacht wird. Möchten Sie am Tisch bedient werden, können Sie meistens später zahlen. Für die Bedienung am Tisch wird ein geringer Bedienzuschlag berechnet.

Es empfiehlt sich also folgendes Vorgehen: Gehen Sie zunächst an den Tresen und schauen Sie sich die Auslagen an. Meistens sind die Produkte nicht beschriftet, so daß sie durch Zeigen angeben müssen, was sie möchten. Das ist natürlich schwierig, wenn die Kasse weiter weg ist... Jetzt kommt Ihnen aber wahrscheinlich der Barista zur Hilfe, indem er schon mal die Bestellung entgegennimmt und diese quer durch den Raum zur Kasse ruft und Sie zum Bezahlen dorthin schickt. Oder aber er fragt, ob Sie sich setzen möchten und schickt Sie schon mal an den Tisch und Sie können später zahlen. Ein italienischer Barista ist professionell "cool" aber äusserst hilfsbereit und die Dinge regeln sich letztendlich. Wir möchten Sie aber nicht gänzlich unvorbereitet in das Verwirrspiel von Vorher-Nachher-Bezahlen entlassen, da wir selber bei unseren ersten Barbesuchen mit wenigen Italienisch-Kenntnissen (hier gibt es Tipps zum Italienisch lernen in Ihrem Sizilien-Urlaub) einige Zeit gebraucht haben, um die Regeln zu verstehen.

Was können Sie alles in einer Bar bestellen und wie heißen die verschiedenen Produkte?

Espresso und Co

Der kleine schwarze Espresso heißt in Italien "caffè". Einen typischen Filterkaffee bekommen Sie in Italien so gut wie nie (höchstens in Hotels oder in Ferienwohnungen deutscher Vermieter). Möchten Sie den Espresso weniger stark, bestellen Sie einen "caffè lungho", dann wird dieser mit heißem Wasser verlängert. Bevorzugen Sie die doppelte Menge, wählen Sie den "doppio". Möchten Sie ein wenig geschäumte Milch in den Espresso, heißt dieser "caffè macchiato" (gesprochen kaffä makiato). Mit einem Schuß Alkohol wird der caffè zum "coretto".

Die bekannteste Milchvariante ist der "cappuccino" (gesprochen kapputschino), bestehend aus je einem Drittel Espresso, heißer und geschäumter Milch, der von den Italienern nur morgens getrunken wird. Aber scheuen Sie sich nicht diesen, wie von zuhause gewohnt, auch zu anderen Tageszeiten zu trinken. Nur die Bestellung nach dem Essen lässt den Kellner die Augenbraue heben, weil es als Beleg dafür gesehen wird, daß Sie nicht satt geworden sind. Deshalb auf keinen Fall als Wunsch bei privaten Einladungen äußern, da dieses die Gastgeber beleidigen könnte.

Süße Teilchen

Cornetto (manchmal auch Brioche genannt) ist eine Art Croissant, ungefüllt oder gefüllt mit Creme, Schokolade oder Marmelade und wird von den Italienern bevorzugt zum Frühstück gegessen.

Cannolo ist eine echte Spezialität aus Sizilien für alle, die es richtig süß mögen. Eine frittierte Teigrolle, gefüllt mit einer Ricottacreme, Schokostücken und kandierten Früchten.

Torta ist der Oberbegriff für Kuchen, also nicht nur für Sahnetorten. Die hohe Kunst der italienischen Konditorei ist die sogennante "pasticceria mignon", kleine, sehr liebevoll gestaltete Küchlein (pasticcini) in diversen Variationen. Kuchen- oder Tortenstücke werden häufig nach Gewicht berechnet.

Herzhaftes

Panino ist ein Sandwich, belegt z.B. mit Käse und gekochtem Schinken oder Mozarella und Tomate. Hierzu wird man gefragt, ob es im Grill warm gemacht werden soll. Verstehen Sie also irgendetwas mit "caldare", nicken Sie mit dem Kopf und bekräftigen "si, si".

Pizzetta ist eine kleine runde Pizza, während "pizza al taglio" ein Pizzastück vom Blech meint.

Arancino ist eine Spezialität in Sizilien - ein frittierter Reisball, gefüllt mit einem Ragù zum Beispiel aus geschmortem Fleisch, Erbsen und Tomate.

Eis

Granita ist sorbetähnliches Eis, daß typisch für Sizilien ist. Es wird bevorzugt mit Zitronensaft oder sehr lecker auch mit Mandeln oder Kaffee zubereitet. Eignet sich hervorragend als erfrischendes Frühstück, wenn die Temperaturen bereits morgens über 30° klettern.

Gelato ist der Oberbegriff für eine unendliche Menge an Eissorten, die in Italien in überquellenden Trögen angeboten werden. Man bestellt keine Zahl von Eiskugeln, sondern Eis in einem Wert von z.B. 2 oder 3 Euro, die möglichen Portionsgrößen sind meist angegeben . Dann nennt man die Menge der "gusti", der Geschmäcker, die man gerne hätte. Hierbei sollte man sich bei kleinen Eisportionen auf 2 beschränken. Desweiteren muß noch festgelegt werden, ob in der Waffel (cono) oder im Becher (coppa) und ob mit oder ohne Sahne (con/senza panna) gewünscht wird.

 

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